Aneignung von Sozial-Raum in Kleinstädten: Öffentliche Räume by Karin Wehmeyer

By Karin Wehmeyer

Welche Bedeutung haben öffentliche Räume und informelle Treffpunkte in der Lebenswelt Jugendlicher? Welche Motivationen und Bedürfnisse stecken hinter der Nutzung dieser Orte? Haben (Klein-)Städte überhaupt noch die notwendigen Potenziale für das Aneignungsverhalten junger Menschen? Diese Fragen stellt die Autorin Karin Wehmeyer aktuell vor dem Hintergrund sich wandelnder Stadtstrukturen. In ihrer qualitativ angelegten Studie wird der Aneignungsprozess in öffentlichen Räumen betrachtet – fokussiert auf die Lebensphase Jugend und zusätzlich aus der Perspektive Jugendlicher. Die Ergebnisse zeigen, mit welchen unterschiedlichen Motivationen junge Menschen öffentliche Räume und informelle Treffpunkte nutzen und welche Rolle dabei das regulate sowie die Freizeitpräferenz spielen.​

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Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer booklet documents mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

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Dies hängt vor allem mit der abnehmenden Sozialraumorientierung der unteren Bildungsgänge mit zunehmendem Alter zusammen (vgl. 218ff). 3 Jugend zwischen Bildung und Freizeit 35 tungen der Gesellschaft sie annehmen, welche Ziele und Vorstellungen sie haben und wie ihre Umwelt gestaltet ist. Dies hängt auch stark mit den Werten zusammen, die dem einzelnen Jugendlichen wichtig sind. Exkurs: Veränderung des Zeitbudgets In den letzten Jahrzehnten hat sich die Lebensphase Jugend und damit zusammenhängend die freie Zeit, die Jugendlichen zur Verfügung steht, stark ausgeweitet.

Kessl/ Reutlinger, 2007, S. 19ff). Wenn in der Sozialwissenschaft der Begriff „Raum“ genutzt wurde, herrschte zunächst die Überlegung eines absoluten Raumbegriffes vor. Raum wird hier den menschlichen Handlungsdimensionen vorgeortet. Raum ist nicht abhängig von den darin enthaltenen Körpern, somit bleibt der Raum unabhängig und immer gleich und unbeweglich. Der Raum wird als eigene Realität begriffen, als fixiertes Ordnungssystem und nicht als Folge menschlichen Handelns. Raum als Begriff für Ort, Erdboden oder Territorium.

Die konsum-materialistischen Jugendlichen haben, anders als die bürgerlichen oder traditionellen Jugendlichen, eher schlechten Kontakt zu ihren Eltern. Sie müssen früh lernen, dass sie sich nicht auf ihre Eltern verlassen können. Dadurch haben sie schon in jungen Jahren gelernt, sich und ihr Leben selbst zu organisieren. Sie wollen sich von den Eltern und ihrem Umfeld abgrenzen und abheben, entwickeln dabei eine hohe Leistungsorientierung und stecken sich oft zu hohe und unrealistische Ziele. Ihr Hauptziel ist es, aus ihrem jetzigen Milieu herauszukommen und Kontakt zu anderen Milieus zu suchen.

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